Winterfest: Nexen zeigt den Winguard Sport 3
im Einsatz
Nexen Tire hat seinen neuesten Winterreifen, den Winguard Sport 3, im Rahmen eines exklusiven Events im Salzburger Lungau präsentiert. Im Fokus stand ein intensives Winterfahrerlebnis, das den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, den Reifen unter realen Winterbedingungen zu erproben.
Der Testtag diente als Plattform zur Einführung des neuen Winterreifens Winguard Sport 3, der speziell für winterliche Strassenverhältnisse entwickelt wurde. Die Präsentation fand im Winterfahrpark Lungau auf 1030 m Höhe statt und wurde von professionellen Instruktoren begleitet. Die praktischen Übungen zeigten eindrucksvoll die Sicherheits-, Traktions- und Leistungsmerkmale des Reifens.
Testen unter realen Bedingungen
Mit dabei waren auch Markus Abegglen und Patrik Spirig von der hostettler autotechnik ag, die den Reifen ausgiebig und auf unterschiedlich präparierten Schneefahrbahnen testen konnten. «Mit dem Nexen Winguard Sport 3 hat Nexen nicht zu viel versprochen – der Fortschritt ist tatsächlich spürbar», sind sich Abegglen und Spirig einig.
Neben der grossartigen Organisation des Events lobten die beiden auch den Austausch mit Vertriebspartnern aus der DACH-Region, die ebenso auf leistungsstarke Winterreifen angewiesen sind.
Getestet und für gut befunden: Der Winterreifen Nexen Winguard Sport 3 hält, was er verspricht.
Bereit für die Wintersaison
Der Winguard Sport 3 ist Nexens neueste Winterreifen-Generation für Fahrzeuge der Mittel- bis Oberklasse. Durch ein V-förmiges Profildesign bietet der Reifen eine hohe Aquaplaning-Resistenz sowie gute Traktion auf Schnee. Ein breites Laufflächenprofil sorgt für eine grössere Kontaktfläche und verbessert dadurch sowohl Handling als auch Traktion. Verstärkte Mittelblöcke und 3D-Lamellen erhöhen die Profilsteifigkeit, was sich positiv auf die Bremsleistung und Fahrstabilität auswirkt – insbesondere bei winterlichen Bedingungen.
Turbolader gelten als robuste Bauteile. Sie benötigen ausser regelmässig frischem Motoröl kaum Wartung. Kommt es dennoch zum Ausfall, steckt die Ursache fast nie beim Lader selbst. Wer die wahren Fehlerquellen kennt und vorbeugt, spart hohe Reparaturkosten.
Ausser regelmässig frischem Motoröl benötigen Turbolader grundsätzlich keine spezielle Wartung. Fällt ein Turbolader einmal aus, liegt die Fehlerursache oftmals im Umfeld des Aggregates. So sind ein grosser Teil der defekten Turbolader nicht die Ursache, sondern nur die Folge von anderen Problemen und Schäden. Wird die eigentliche Schadensursache beim anschliessenden Austausch des Laders nicht gefunden und behoben, fällt auch der neue Turbolader mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder aus dem selben Grund aus.
Zuerst den Fehlerspeicher auslesen
Der Fehlerspeicher muss grundsätzlich vor jedem Tausch eines Turboladers ausgelesen werden. So können Hinweise auf mögliche Schadensursachen gefunden werden. Der Turbolader verfügt zwar selbst über keine Sensoren oder Geber, jedoch lassen sich über den Ladedrucksensor sowie die Steuerung des Wastegate-Ventils meist schon Rückschlüsse auf die Schadensursache ziehen. Schenken sie Ihre Aufmerksamkeit dabei auch vermeintlich kleinen Fehlern, welche im ersten Moment nicht direkt mit dem Turboladerschaden in Verbindung gebracht werden. Eine zu hohe Kühlwassertemperatur kann beispielsweise durchaus für den Turbolader gefährlich werden. Denn heute verfügen viele Fahrzeuge über Öl-Wasser-Wärmetauscher, die beide Kreisläufe verbinden. Auch erhöhte Abgastemperaturen oder Gegendrücke sind ein Indiz darauf, dass der Lader nicht mehr richtig funktioniert.
Die häufigste Ausfall-Ursache: Mangelschmierung
Mangelnde Schmierung zählt zu den häufigsten Ursachen für den Ausfall eines Turboladers. Ist die Ölversorgung des Turboladers auch nur für wenige Sekunden unzureichend, ist aufgrund der hohen Drehzahlen ein Ausfall des Turboladers innerhalb kürzester Zeit sehr wahrscheinlich. Innert Sekunden werden bei mangelnder Schmierung werden die Gleitlager. Auch angelaufene und gebrochene Wellenschäfte gehören neben festgefressenen Radial- und Axiallagern zu typischen Schäden durch fehlenden Schmierstoff im Lader. Aufgrund der hohen Drehzahlen von bis zu 300.000 Umdrehungen pro Minute, werden schon bei kleinsten Lagerschäden Verdichter- und Turbinenrad in Mitleidenschaft gezogen – sie schleifen am Gehäuse oder zerbrechen sogar vollständig.
Die Oberfläche der Turbowelle ist schwarz und verkohlt. Die Spuren der Überhitzung sind an der Verfärbung des Stahls der Welle zu erkennen – blau/gelbliche Färbung.
Gründe für mangelnde Schmierung
Es gibt viele Gründe für einen Schmierungsmangel. Neben den offensichtlichen Problemen wie einem deutlich zu geringen Ölstand, können auch minderwertige Ölqualitäten, vernachlässigte Wechselintervalle oder die Auswirkung von Biodiesel auf das Motoröl zu folgeschweren Problemen im Ölhaushalt führen.
Zu wenig Motoröl
Es ist allgemein bekannt, dass zu wenig Motoröl schlecht für die Lebensdauer des Aggregates ist. Gerade auf Motoren mit Turbolader wirkt sich dieses Problem besonders stark aus, da der Turbolader das Öl nicht nur zu Schmierung, sondern auch zur Kühlung benötigt. Deshalb wirkt sich ein Ölstand unter Minimum schnell tödlich für den Lader aus. Das gesamte Motoröl wird dann heisser und kann die Kühlung des Laders nicht mehr sicherstellen. Es kann aber auch zum Abriss der Schmierung kommen oder es treten Öl-Verkokung auf.
Durch Ölverbrennung verunreinigte Abgase führen zu einer Verkokung der variablen Leitschaufeln.
Zu wenig Öldruck
Unzureichender Öldruck ist eine erhebliche Gefahr für den Turbolader. Wenn die Öl-Leuchte rot leuchtet oder blinkt, sollte der Motor sofort abgestellt werden, um teure Schäden zu vermeiden.
Zugesetzter Ölfilter
Wird der Ölfilter nicht gemäss dem vom Hersteller vorgegebenen Wartungsintervall gewechselt, kann der Ölfluss im Motor behindert werden. Die Filter oder deren Gehäuse verfügen zwar über Bypassventile, doch wenn der Gegendruck im Filter zu gross wird. Stört dies den Ölfluss und Fremdstoffe können ungehindert in den Turbolader eindringen. Deshalb sollte der Ölfilter grundsätzlich im Rahmen des regulären Wartungsintervalls gewechselt werden.
Nicht eingehaltener Öl-Wechselintervall und minderwertige Ölqualität
Gerade bei einem Motor mit Turbolader gilt es den Ölwechselintervall unbedingt einzuhalten. Das Motoröl degeneriert mit der Zeit, und verliert seine Eigenschaften an Viskosität, Temperaturbeständigkeit und Scherstabilität. Gerade bei Dieselmotoren setzt auch der Kraftstoffeintrag die Ölqualität herab. Deshalb gilt es den Ölwechselintervall unbedingt einzuhalten, da der Motor sonst mit minderwertigem Schmierstoff zurechtkommen muss, der den Anforderungen von modernen Ladern nicht mehr gerecht wird. Das selbe gilt für Motoröl, welches nicht die Spezifikationen des Herstellers an die Viskosität erfüllt. Eine zu hohe Viskosität des Öls kann dessen Transport zu den Lagerstellen verzögern, weshalb eine rechtzeitige Ölversorgung des Turboladers nicht mehr gewährleistet ist. Falls das Öl nicht für den Betrieb in turbogeladenen Motoren gemacht ist, besteht die Möglichkeit, dass es nicht ausreichend temperaturbeständig ist. Die Folge sind Ablagerungen und Verkokungen, die zum einen als Fremdkörper die empfindlichen Lager beschädigen können, und zum anderen die Ölzulaufleitungen oder Ölbohrungen im Lader verkoken oder verstopfen können. Die Folge davon ist ein Ölmangel im Lader, welcher zu Schäden an der Lagerung führt.
Bioanteil im Kraftstoff: Verkürzte Öl-Wechselintervalle für Kurzstrecken-Dieselfahrzeuge
In der EU ist ein Anteil von sieben Prozent (erkennbar am B7-Label an der Zapfsäule) vorgeschrieben. Beim Dieselmotor findet wie bei jedem Verbrennungsmotor ein geringer Eintrag von Kraftstoff in das Motoröl statt, gerade wenn der Motor häufig kalt und auf Kurzstrecken betrieben wird. Beim Benziner verdampfen diese Kraftstoffanteile im Motoröl bei der nächsten längeren Autobahnfahrt wieder. Beim Dieselmotor findet dies auf Grund des höheren Siedepunktes von Dieselkraftstoff allerdings nicht statt. Als Folge steigt der Anteil von Kraftstoff im Motorenöl immer weiter an. Dadurch wird nicht nur die Qualität und Viskosität herababgesetzt, sondern auch das sogenannte «versulzen» kann auftreten. Dabei sorgen die biogenen Anteile im Dieselkraftstoff dafür, dass das Motoröl in der Ölwanne polymerisiert, also verklumpt. Dass die Pumpfähigkeit von verklumptem Motorenöl deutlich schlechter ist, versteht sich von selbst. Daher ist es ratsam die Serviceintervalle von Dieselmotoren, die einen hohen Kurzstreckenanteil haben, sogar zu verkürzen.
Weitere Ausfallursachen
Ölaustritt am Turbolader
Einen Ölaustritt am Turbolader gibt es nur dann, wenn in seinem Umfeld abweichende Druckverhältnisse herrschen. Der Turbolader muss saubere Luft aus dem Luftfilter ansaugen. Ist dieser blockiert oder stark zugesetzt, entsteht ein Unterdruck an der Frischluftseite. Durch diesen Unterdruck saugt der Turbolader nicht nur Luft aus dem zugesetzten Filter, sondern auch Öl aus dem Lagergehäuse des Turboladers. So entsteht ein einseitiger Ölaustritt an der Verdichterseite.
Gerade bei älteren Fahrzeugen ist oft die Frischluftstrecke vom Turbolader bis zum Motor nicht mehr druckdicht. Auch dies führt dazu, dass die Druckverhältnisse nicht mehr stimmen, was zu Ölaustritt auf der Verdichterseite führen kann. Hier sollten alle Schläuche geprüft und deren Übergänge abgedrückt werden. Bei Bedarf müssen die Schellen nachgezogen und die Schläuche ausgetauscht werden.
Ist auf beiden Seiten ein Ölaustritt sichtbar, ist meist eine zugesetzte Rücklaufleitung die Ursache. Der Grund dafür kann ein zu hoher Ölstand, aber auch eine verschlossene Kurbelgehäuseentlüftung sein. Das Öl sucht sich dann Wege aus dem Lagergehäuse und tritt beidseitig aus dem Lader aus.
Weitere Anzeichen für einen Ölaustritt sind beispielsweise blauer Rauch aus der Abgasanlage, Motoröl im Ansaugtrakt und Ladeluftkühler, Leistungsverluste des Motors, unkontrollierte Überdrehzahlen und verkokte Leitschaufeln in einem VTG-Turbolader.
Verkokungen und Ablagerungen innerhalb der Rücklaufleitungen führen zu Öl-/Schlammablagerungen innerhalb der Rücklaufleitung.
Ölzulaufleitung immer erneuern beim Lader-Wechsel
Wer zwar den Turbolader fachgerecht wechselt, aber die Ölzulaufleitung nicht erneuert, hat den Job trotzdem nicht komplett gemacht und riskiert, die Arbeit bald wiederholen zu müssen. Da Ölzulaufleitung nah am Turbolader und anderen heissen Teilen vorbeiführt, sind Verkokungen in der Leitung sehr wahrscheinlich, zumal eine solch verenge Leitung auch der tatsächliche Grund für den Turboladerausfall sein kann. Die alte Leitung wird dann oftmals mit Bremsenreiniger und Druckluft gesäubert, was jedoch Verkokungen nicht wirklich beseitigen kann. Mit dem Tausch der Zulaufleitung beseitigt man deshalb eine grosse Gefahrenquelle für spätere Garantie-Arbeiten.
Verunreinigtes Öl im Turbolader
Verunreinigtes Öl kann ebenfalls Beschädigungen am Turbolader verursachen. Kleinste Partikel wie Schmutz, Russ, Kraftstoff, Wasser, Verbrennungsrückstände oder Metallabrieb können das Öl verunreinigen. In der Folge führt das kontaminierte Schmieröl zu Riefenbildung an den Wellenzapfen und der Lagerung. Darüber hinaus können sich Ölbohrungen und Abdichtungen zusetzen, was hohe Ölverluste verursacht. Es ist daher wichtig, die Wartungsintervalle gemäss der Herstellerangaben einzuhalten. Viele Hersteller empfehlen beim Austausch des Turboladers grundsätzlich eine neue Ölzulaufleitung, einen Ladeluftkühler sowie einen neuen Luftfilter zu verbauen – und selbstverständlich anschliessend das Öl zu wechseln.
Verunreinigungen im Öl verursachen Reibung und übermässigen Materialabrieb an der Welle.
Eintritt von Fremdkörpern im Turbolader
Treten durch die Ansaugseite- oder Abgasseite Fremdkörper, wie Staub, Sand, Schrauben, Teile von Kolbenringen oder Ventilen und Ablagerungen ein, führt dies durch die hohen Drehzahlen meist zum Totalausfall des Turboladers. Denn die Fremdkörper, welche beispielsweise über einen defekten Luftfilter in den Turbolader gelangen, wirken bei den enormen Drehzahlen der Turbinen- und Verdichterräder wie Geschosse. Die Unwucht, welche sich aus solchen Einschlägen ergibt, kann die Lagerung des Turboladers beschädigen.
Aber auch Schäden am Ladeluftkühler können die Folge des Eintritts von Fremdkörpern sein. Um solche Schäden zu vermeiden, sollte auch die Dichtheit des Ansaugtraktes kontrolliert werden. Der regelmässige Wechsel des Luftfilters nach Herstellervorgabe und das Reinigen des Luftfiltergehäuses sowie der Ladestrecke durch Aussaugen gehören deshalb unbedingt zur Servicearbeit bei einem Fahrzeug mit Turbolader.
Zu hohe Abgastemperaturen
Zu hohe Abgastemperaturen gehören ebenfalls zu den Ausfallgründen eines Turbos. Jeder Turbolader ist nämlich nur für einen definierten Temperaturbereich ausgelegt. Wird dieser Bereich überschritten, droht schon nach wenigen Sekunden der Ausfall. Auswirkungen von zu hohen Abgastemperaturen wären unter anderem Risse im Gehäuse des Turboladers oder verkokte Ölleitungen. Die Gründe für zu hohe Abgastemperaturen können beim zu heiss abgestellten Motor, Verbrennungsstörungen oder einem Chiptuning gefunden werden. Um solche Schäden zu vermeiden, soll der Motor nach einer hohen Beanspruchung unter moderaten Drehzahlen «kalt» gefahren werden.
Überdrehschaden am Turbolader
Die Bauteile eines Turboladers sind für ein bestimmtes Drehzahlspektrum konstruiert. Sind die Drehzahlen höher – etwa durch einen veränderten Ladedruck – besteht die Gefahr, dass das Verdichterrad am Gehäuse anläuft oder das es auseinanderbricht.
Auch kleine Dellen auf dem Verdichterrad sind Anzeichen für das Überdrehen des Laders. Denn das Material verformt sich plastisch bei der Überdrehzahl durch die hohen Zentrifugalkräfte. Der Aussendurchmesser vergrössert sich, bis das Rad anläuft oder auseinanderbricht.
Neben Chiptuning mit erhöhten Ladedrücken sind unter anderem Verkokungen, welche die VTG-Luftleitbleche in der Stellung für niedrige Drehzahlen blockieren, die Ursache. Auch die pneumatische oder elektrische Regelung kann defekt oder undicht sein. Um solche Schäden zu vermeiden, wird geraten, den Motor nach einer hohen Beanspruchung unter moderaten Drehzahlen kalt zu fahren.
Fazit
Bei einem ausgefallenen Turbolader ist der Turbo selbst in den seltensten Fällen die Ausfallursache. Meist sind es Veränderungen in einem Umfeld, die den Lader beeinflussen und als Resultat ausfallen lassen. Wer seinem Turbolader ein langes Leben schenken will, der sollte auf einen regelmässigen Ölwechsel mit Filter sowie Luftfilter Wert legen. Gerade bei älteren Fahrzeugen mit höherer Laufleistung sollte die Verdichterseite im Rahmen einer grösseren Wartung abgedrückt werden, um sicherzustellen, dass diese noch immer dicht ist. Bei Kurzstrecken-Fahrzeugen sollte mindestens jährlich das Öl gewechselt werden, um Verklumpungen zu vermeiden.
Ist der Lader defekt und muss ausgetauscht werden, ist neben sauberem Arbeiten vor allem der vollständige Austausch der Ölzulaufleitung sowie der Luftschläuche und des Ladeluftkühlers wichtig, sollte das Verdichterrad am Gehäuse geschliffen haben – ansonsten droht nach dem Turbo-Schaden ein kapitaler Motorschaden.
Alles für den erfolgreichen Turbolader-Tausch jetzt im Leitfaden erfahren:
Mit der Remote-Diagnose-Lösung h-RDx hat die hostettler autotechnik ag im Herbst 2021 die erste eigene Lösung zur Ferndiagnose in der Schweiz eingeführt. Seither hat sich der Service etabliert und die Tickets werden durch verschiedene Operators im In- und Ausland, sowie punktuell durch das hostettler-Team bearbeitet. Entstanden ist ein Netzwerk aus Spezialisten, auf welches die Garagisten im Bedarfsfall zugreifen können.
Die Ferndiagnose-Lösung h-RDx kommt immer dort zum Einsatz, wo der passende Tester oder die Erfahrung fehlt. Zahlreiche und oft erfolglose Versuche mit diversen Geräten können vermieden werden. Die Anfahrts- und Wartezeit bei der Markenwerkstatt und die damit verbundenen Kosten entfallen ebenso.
Einsatzzweck von h-RDx
h-RDx eignet sich zum Beispiel für die Programmierung von Steuergeräten und Schlüsseln. Ein typischer Anwendungsfall ist die Nachrüstung einer Anhängekupplung, welche oft in diversen Steuergeräten codiert werden muss. Aber auch für komplexe Diagnosearbeiten oder einfache Service-Rückstellungen ist die Lösung optimal. Carrosserie-Betriebe nutzen h-RDx oft zum Codieren von Modulen, welche nach einem Unfallschaden ersetzt wurden. Neu wird auch der Diagnose-Support des JAC-Händlernetzes über h-RDx abgewickelt.
Nachdem h-RDx verbunden ist, wählt man im Produktkatalog die gewünschte Dienstleistung aus.
So einfach funktioniert h-RDx
Um den Service zu nutzen, muss die h-RDx-Schnittstelle mit dem Internet und der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs verbunden werden. Anschliessend kümmern sich externe Diagnose-Spezialisten, sogenannte Operators, um den Rest. Sie greifen für diesen Service auf eine Vielzahl an Original- und Aftermarket-Testgeräten zu. Begleitet wird der ganze Prozess mit einer Chat-Funktion.
Hier geht’s zum Erklärvideo mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Das TechCenter in Buttisholz überwacht und supportet die laufenden Fälle.
Wichtig: Für die einwandfreie Funktion ist eine stabile Internetverbindung mit einer Ping-Rate (Antwortzeit) von 15–35 ms notwendig. Bei aufwändigen Programmierungen empfiehlt sich die Verbindung über ein LAN-Kabel, da es über WLAN zu ungewünschten Unterbrechungen kommen kann. Weiter ist das Fahrzeug mit einem leistungsstarken Flash-Ladegerät mit mindestens 50 Ampere zu verbinden. Zum Beispiel das F150 von Lemania.
Ticket und Support
Auf der webbasierten Anwendung unter hrd.obd.help wählt der Garagist im Produktkatalog das entsprechende Fahrzeugmodell und die gewünschte Diagnose-Dienstleistung. Danach wird ein Ticket erstellt und an einen Operator zugewiesen. Die Kommunikation erfolgt immer über den Chat und wird mittels einem Online-Übersetzungstool in die gewünschte Sprache übersetzt. Das Team des TechCenters in Buttisholz überwacht die Tickets und leistet bei Bedarf proaktiven Support. Es besteht auch die Möglichkeit ein freies Ticket zu wählen. So können auch Supportdienstleistungen angefragt werden, welche noch nicht im Produktkatalog vorhanden sind oder man bekommt Diagnose-Support bei einem noch nicht genau lokalisierten Problem. Im Chat kann in solchen Fällen dem Operator die möglichst klare Aufgabenstellung übermittelt werden. Wichtig ist, dass sich die Garage während dem ganzen Support-Prozess aktiv zur Verfügung hält und wenn nötig jeden Schritt (bspw. Zündung ein/aus) im Chat bestätigt.
Für Konzeptpartner von Autofit oder autopro Technik ist eine h-RDx-Schnittstelle im Leistungsumfang inbegriffen.
Teilweise Einwilligung notwendig
Bei Programmierungen von diebstahl- und sicherheitsrelevanten Bauteilen, wie Schlüsseln und Wegfahrsperren ist eine schriftliche Einwilligung vom Fahrzeughalter notwendig. Dies ist nötig, da in der Schweiz keine SERMI-Zertifizierung möglich ist. Das unterzeichnete Formular und die auf dem Formular vermerkten Fotos müssen per E-Mail übermittelt werden, damit der Support durch das TechCenter oder einen zuständigen Operator möglich ist. Das Formular ist in Kürze als Download verfügbar.
TeslaPoint: Die hostettler autotechnik ag lanciert neues Konzept für unabhängige Tesla-Spezialisten
Schon seit einiger Zeit beschäftigt man sich bei der hostettler autotechnik ag vertieft mit den Fahrzeugen von Tesla. So wurde nicht nur ein umfassendes Ersatzteile Programm aufgebaut. Auch das Team des hauseigenen TechCenters hat sich gezielt für die Marke weitergebildet. Im Frühjahr 2025 wurde gemeinsam mit der Autef GmbH das erste Training zum Thema «Tesla in der freien Werkstatt» durchgeführt, welches mehrmals ausgebucht war.
Nun folgt der nächste Schritt: Am eGarage Forum vom 3. Juni wurde den Konzept-Partnern mit TeslaPoint ein markenspezifisches Modul vorgestellt. Dieses richtet sich an eGarage-Partner, welche sich als unabhängige Tesla-Spezialisten positionieren wollen. Erarbeitet wurde dieses Modul gemeinsam mit Teslabor, einem unabhängigen Spezialbetrieb aus dem Knonaueramt (ZH), welcher von zwei ehemaligen Tesla-Mitarbeitern aufgebaut wurde.
Claudia Schlatterer (Leiterin Werkstattkonzepte) und Marcel Stocker (Geschäftsführer Automotive) präsentieren das neue Konzept TeslaPoint.
Wieso braucht es ein markenspezifisches Konzept für markenunabhängige Garagen? Beim Eintauchen in die Tesla-Welt hat das hostettler-Team früh gemerkt, dass sich Tesla die Freiheit genommen hat, viele altbekannte Themen neu zu denken und Umsetzungen zu wählen, welche sich vom bisher Gewohnten unterscheiden. Auch Teslas können von freien Garagen gewartet werden, doch es gilt diese Besonderheiten zu kennen und das Ökosystem zu verstehen.
Wenn die TeslaPoint-Partner nicht mehr weiterwissen, können sie auf den Support von Gary Meier und Remo Iseli vom Teslabor zählen. «Mit TeslaboX erarbeiten wir aktuell eine digitale Wissensdatenbank, eine Academy sowie ein Support-Konzept» freut sich Remo Iseli. Batterie-Spezialist Gary Meier ergänzt: «Wir stehen aber nicht nur mit Rat zur Seite. Die TeslaPoint-Partner können auch komplexere Reparaturfälle wie die Instandsetzung von Batterien an uns auslagern».
Remo Iseli und Gary Meier beim Praxisworkshop vom eGarage-Forum 2025
Grundlage für TeslaPoint ist die Zugehörigkeit und die Grundausbildung von eGarage, erklärt Claudia Schlatterer, bei hostettler verantwortlich für die Werkstattkonzepte: «aufbauend auf den bestehenden Grundkurs gibt es ein weiterführendes Technik-Training, welches die gängigen Service- und Reparaturarbeiten abdeckt. Wer noch weiter gehen will, kann sich mit weiteren Modulen zum Tesla-Experten ausbilden lassen.»
«Wir sind uns bewusst, dass die Lancierung des Konzeptes in eine Zeit fällt, wo die Marke Tesla für unterschiedliche Schlagzeilen sorgt. Dessen ungeachtet gibt es in der Schweiz aktuell rund 50’000 Tesla-Besitzerinnen und Besitzer, deren Autos langsam älter werden und denen bewusst wird, dass auch Teslas nicht wartungsfrei sind. Dieser Zielgruppe wollen wir mit TeslaPoint eine lokale Alternative schaffen und den teilnehmenden Garagen Zugang zu einer neuen Kundengruppe bieten, erklärt Marcel Stocker, Geschäftsführer bei der hostettler autotechnik ag.»
v. l. n. r.: Claudia Schlatterer & Marcel Stocker (hostettler autotechnik ag) mit Remo Iseli & Gary Meier (Teslabor)
Fachkräfte gesucht: Autofit setzt auf neue Wege zur Personalsuche
In vielen Werkstätten mangelt es weniger an Kunden als an qualifizierten Mitarbeitenden. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, geeignete Fachkräfte zu finden. Um die Partner bei der Personalsuche zu unterstützen, hat die Konzeptabteilung der hostettler autotechnik ag verschiedene Massnahmen initiiert.
In einem ersten Schritt wurden ausgebildete Mechaniker/innen und Mechatroniker/innen im Rahmen einer Panel-Diskussion angesprochen und nach ihrer Meinung befragt. Dabei ging es um ihre Bedürfnisse und Erwartungen, die sie an einen potenziellen Arbeitgeber haben.
Für die Produktion der Social-Media-Videos wurde der Protagonist mit einem Kamera-Helm ausgerüstet.
Die Ergebnisse der neutralen Befragungen beinhalten folgende Punkte:
Wertschätzung und Anerkennung
Ein fairer Lohn sowie gerechte Arbeitsbedingungen
Kostenlose Getränke und Parkplätze
Flexibilität und eine offene Unternehmenskultur
Mitarbeitervorteile
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden passende Massnahmen für die Kampagne abgeleitet und umgesetzt.
Attraktive Mitarbeitervorteile
Für die Autofit-Partner wurde ein umfangreiches Benefits-Programm entwickelt. Dadurch können die Werkstattbetriebe ihren Mitarbeitenden zusätzliche Vorteile bieten und ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern.
Videokampagne für Social Media
Für Social Media wurden drei Videos produziert, die die Themen Wertschätzung, Vielfalt und Weiterentwicklung aufgreifen. Diese sollen die Werte und Vorteile einer Anstellung bei Autofit hervorheben und potenzielle Bewerber ansprechen. Mit nur einem Klick gelangen Interessierte auf die Job-Plattform und können sich direkt bewerben.
Einfache Job-Ausschreibung für Garagisten
Die Konzeptpartner haben die Möglichkeit, ihre offenen Stellen laufend im Partner Portal von Autofit auszuschreiben. Der Prozess ist denkbar einfach: In nur einer Minute ist eine Ausschreibung erfasst und online publiziert. Bislang wurden über 50 Stellen ausgeschrieben – die ersten Jobs wurden bereits erfolgreich vermittelt.
Markus Riedhauser, Besitzer von Garage Riedhauser AG, berichtet über seinen Erfolg mit dem Autofit-Jobportal.
Durch die Kampagne werden die Bedürfnisse und Erwartungen der Fachkräfte im Automobilgewerbe ernst genommen, und die teilnehmenden Betriebe arbeiten aktiv daran, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden.
Das eGarage-Forum 2025: Viel Praxis und viel Neues rund um die E-Mobilität
Als die hostettler autotechnik ag vor fünf Jahren mit eGarage das erste Werkstattkonzepte für die E-Mobilität lancierte, war man nicht nur schweizweit das erste entsprechende Konzept, sondern gehörte europaweit zu den Pionieren. Inzwischen hat man bei hostettler und auch im eGarage-Netzwerk viel Praxiserfahrung sammeln können – und diese Erfahrung ist denn auch die Grundlage für die Weiterentwicklung des Konzeptes, welche den Partnern am 3. Juni anlässlich des zweiten eGarage-Forums in Däniken (SO) vorgestellt wurde.
Unter dem Titel eGarage 2.0 wurde den rund 100 Besucherinnen und Besuchern des Forums aufgezeigt, wohin die Reise gehen soll. Die Elektrifizierung ist in den letzten fünf Jahren «das neue Normal» geworden. Dies bedeutet, dass auch die Ansprüche an eine auf die E-Mobilität spezialisierte Werkstatt wachsen. Zu diesem Zweck wurden zwei neue Ausbildungskonzepte entworfen: Eines für den eGarage-Techniker, welcher für Service- und Unterhaltsarbeiten an den verschiedensten Elektrofahrzeugen qualifiziert werden soll. Der eGarage-Experte geht dann einen Schritt weiter: Hier wird grossen Wert auf ein umfassendes Systemverständnis gelegt. Der eGarage-Experte soll befähigt werden, eine fachkundige Prüfung der Hochvolt-Komponenten sowie deren Reparatur oder Ersatz zu offerieren.
Mit TeslaPoint wurde am eGarage Forum eine zweite Neuheit lanciert. Das Konzeptmodul richtet sich an diejenigen Partner, welche sich als unabhängige Tesla-Spezialisten positionieren und damit vom grossen Marktvolumen profitieren wollen. Das in Zusammenarbeit mit Teslabor entwickelt Konzept beinhaltet Ausbildung und Support rund um eine Marke, die doch einige technische Lösungen entwickelt hat, welche sich vom bisher Bekannten unterscheiden.
Teslabor im Interview mit Moderator Beat Jenny
Die vier Praxis-Workshops des Forums zeigten eindrücklich, dass die E-Mobilität definitiv auch im Aftermarket angekommen ist. Der Trainingspartner Autef zeigte auf, wie zentral die Klimaanlage und deren Unterhalt für das Thermomanagement und damit die Funktion eines E-Autos geworden ist. Schaeffler demonstrierte mit den E-Axle Reparatur-Kits Lösungen für die Instandsetzung von Elektromotoren und auch der Erstausrüster Valeo gab einen Einblick in sein Aftermarket-Portfolio. Die Spezialisten von Teslabor teilten ihrerseits die Erfahrungen mit Tesla aus der Werkstatt-Praxis.
AutefSchaefflerValeoTeslabor
Den Schlusspunkt des Forums setzte Peer Haupt, der elektrisch die 8’000 Kilometer bis zum Nordkapp zurücklegte. Er erzählte von der Faszination dieses eAbenteuers, besonderen Anekdoten aus den zahlreichen vergangenen Austragungen und von der enormen Vielfalt von Technik und Natur.
Nachhaltigere Qualität mit optimalem Preis-Leistungs Verhältnis
Autofahrerinnen und Autofahrer werden immer preissensibler, wollen aber bei der Qualität keine Abstriche machen. Zudem rückt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus. Mit wiederaufgearbeiteten Ersatzteilen von Elstock hat die hostettler autotechnik ag die ideale Lösung, um diese Anforderungen zu erfüllen.
Elstock ist die Top-Alternative zu neuen Originalteilen. Die Marke gehört zum grössten unabhängigen Wiederaufarbeiter Europas, Borg Automotive, und bietet Reman-Ersatzteile, die OE-Produkten in puncto Qualität und Leistung in nichts nachstehen – und das zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fast wie neu: Elstock schenkt Ersatzteilen ein neues Leben.
Qualität in den Prozess eingebaut
Die komplette Wertschöpfungskette ist bei Borg Automotive auf höchste Qualität ausgelegt. Alle Produktionsstätten befinden sich in Europa und sind nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2015, teils sogar nach der Zulieferernorm IATF 16949 zertifiziert. Für die Aufbereitung verwendet Borg Automotive ausschliesslich gebrauchte Originalteile. Dabei wird jedes Ersatzteil demontiert, gereinigt und inspiziert. Anschliessend werden Verschleissteile ausgetauscht, bevor alles wieder zusammengesetzt und nach Herstellervorgaben auf deren Funktion geprüft wird. Die Details des Prozesses ermittelt ein hauseigenes Forschungs-Zentrum individuell für jede Artikelnummer. Das Resultat ist eine Qualität – ebenbürtig mit neuen OE-Teilen – welche mit einer zweijährigen Garantie ohne Kilometerbegrenzung geliefert wird.
Garantiert nachhaltiger
Um die Nachhaltigkeit dieses Prozesses zu untermauern hat Borg Automotive eine vergleichende Ökobilanz erstellen lassen. Die Universität Linköping bestätigt damit: Im Vergleich zum Originalprodukt spart ein Bremssattel von Elstock 56% CO2-Equivalent. Auch kommt seine Wiederaufarbeitung mit 70% weniger Rohstoffen aus. Ähnliches gilt für Anlasser: Hier werden 77% weniger CO2-Equivalent in die Atmosphäre ausgestossen, während der Verbrauch natürlicher Ressourcen im Vergleich zu neu hergestellten Anlassern sogar um 90% abnimmt.
Zu Besuch im Elstock Aufbereitungswerk in Polen
Adrian Hofstetter, Eveline Weber und Florian Stalder vom Product-Management-Team der hostettler autotechnik ag haben das Elstock-Werk in Zduńska Wola in Polen besucht. Sie haben sich die Wiederaufbereitungsprozesse zeigen lassen und erzählen uns von ihren Eindrücken.
Adrian Hofstetter, Eveline Weber und Florian Stalder (v.l.n.r.) zu Besuch bei Borg Automotive in Polen.
Wie muss man sich ein Werk für die Aufbereitung von Ersatzteilen vorstellen?
In Zduńska Wola in Polen gibt es in zwei Fabrikhallen mit hunderten einzelnen Arbeitsstationen, an denen insgesamt rund 1200 Mitarbeitende die angelieferten Gebrauchtteile bewerten, identifizieren und letztlich wiederaufbereiten. Ein zweiter Standort befindet sich im 300 Kilometer entfernten Lublin. Dort werden Aluminiumbremssättel aufbereitet.
Wie läuft ein Aufbereitungsprozess bei einem Bremssattel ab?
Die von den Garagisten ausgebauten und in der Original-Packung zurückgesendeten Bremssättel werden in Paletten im Werk angeliefert. Dort werden die Altteile auf einem Fliessband anhand von Teilenummern und Fotos identifiziert. Gleichzeitig geschieht eine erste Qualitätskontrolle gemäss spezifizierten Fehlerbildern. Nach der Zwischenlagerung werden die Bremssättel in Einzelteile zerlegt, gewaschen und sandgestrahlt. Anschliessend erfolgt eine weitere Qualitätskontrolle, wobei Gehäuse und Bohrungen exakt vermessen und auf Masshaltigkeit überprüft werden. Der geprüfte Bremssattel erhält nun seine Galvanisierung, um sie noch widerstandsfähiger zu machen. Die zuvor demontierten Verschleissteile, wie Kolben inklusive Dichtungen, Gleitbuchsen und Gummiteile werden durch hochwertige neue Komponenten ersetzt. Abschliessend wird bei der Endprüfung, der Bremssattel jeweils während einer Minute bei 20 bar und einer Minute bei 2 bar auf Dichtheit geprüft. Die Endkontrolle wird abgeschlossen, indem das Revisionsdatum mit einem Laser eingraviert wird. Die Reman-Teile werden nun im Warenausgang, in die vom Grosshändler gewünschten Marken-Verpackungen, wie Elstock, DRI, TMI oder Lucas abgepackt.
Gibt es etwas, was euch besonders überrascht oder beeindruckt hat?
Da gibt es vieles. Beispielsweise die rasche und genaue Identifizierung der Altteile. Darüber hinaus waren wir beeindruckt von der detaillierten Zerlegung der Teile bis hin zum Kleinstteil. Die professionelle Qualitätsprüfung nach jedem einzelnen Prozessschritt und die unzähligen Zertifikate haben uns zusätzlich ein gutes Gefühl gegeben. Das Werk ist perfekt organisiert und alles ist sehr sauber. Gearbeitet wird mit modernsten Maschinen und Geräten und die Mitarbeitenden sind hochqualifizierte und erfahrene Techniker.
Wo seht ihr den Vorteil von wiederaufbereiteten Teilen im Vergleich zu neuen Ersatzteilen?
Es handelt sich um aufbereitete OE-Ersatzteile. Das heisst, dass die OE-Qualität erhalten bleibt, während die Kosten gegenüber einem Neuteil 30 bis 40% tiefer liegen. Diese Kreislaufwirtschaft weist nicht nur eine bessere Klimabilanz auf, sondern sorgt für Wertschöpfung innerhalb der EU.
Wie gestaltet ihr euer Produktsortiment und was ratet ihr dem Garagisten bei der Teileauswahl?
Wir sind überzeugt, dass durch die Wiederaufbereitung von Gebrauchtteilen ein grosses Einsparpotenzial bei Ressourcen wie auch bei den Kosten besteht. Deshalb setzen wir ausschliesslich auf aufbereitete Bremssättel von Elstock, ATE und TRW. Da Borg Automotive bzw. Elstock auch für ältere und asiatische Fahrzeuge Teile aufbereitet, können wir ein breites Sortiment anbieten.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich mit der Diagnose und Wartung von Tesla Fahrzeugen auseinanderzusetzen.
«Die Wartung von Tesla-Fahrzeugen war bisher ein geschlossenes Buch, das sich jetzt öffnet», erklärt Markus Roth von der Autef GmbH in der Diskussion über die zahlreichen Chancen, die sich Garagisten aktuell und in Zukunft bieten. «Für viele freie Garagen ergeben sich neue Geschäftsfelder hinsichtlich der Wartung und Reparatur von Tesla-Fahrzeugen», ergänzt Philip Näf, Leiter Aftersales bei der hostettler autotechnik ag.
Markus Roth von der Autef GmbHPhilipp Näf, Leiter Aftersales bei der hostettler autotechnik ag.
Die beiden wissen, wovon sie sprechen. Sie haben verschiedene Weiterbildungen in England, Kanada und den USA besucht und sich intensiv mit der Tesla-Technik auseinandergesetzt. Seit einiger Zeit fahren beide einen Tesla und sind – selbst etwas überrascht – begeistert von dem Gesamtkonzept, das Tesla bietet.
Das Gesamtkonzept ist einzigartig
«Tesla ist das einzige Fahrzeug, bei dem das Gesamtkonzept stimmt», erklärt Markus Roth mit Blick auf die Endkunden. Man könne es mit der Marke Apple vergleichen: Auch hier sind alle Geräte und Komponenten aufeinander abgestimmt. Ein neues Gerät verbindet sich fast von Zauberhand mit den bestehenden. «Es funktioniert einfach», ergänzt Roth und nennt ein Beispiel: Eine neue Tesla-Schlüsselkarte, die für knappe 30 Euro erworben werden kann, ist im Handumdrehen programmiert und an das Fahrzeug angelernt – ganz ohne zusätzliche Software oder Diagnosegerät. Die Kopplung erfolgt einfach über das Fahrzeugdisplay mit der bestehenden Schlüsselkarte.
Zugriff auf alle Daten – und zwar kostenlos
Seit anderthalb Jahren hat sich hinsichtlich der Wartung von Tesla-Fahrzeugen alles geändert: Der Service Mode wurde freigegeben. Das bedeutet, dass alle Garagen die Möglichkeit haben, Diagnose-, Service- und Reparaturarbeiten an Teslas durchzuführen. Der grosse Vorteil: Es sind keine speziellen Diagnosegeräte erforderlich. 90 Prozent der Diagnose erfolgt direkt über den Fahrzeugbildschirm. Die restlichen 10 Prozent erledigt die Tesla Toolbox. Um das Fahrzeug zu verbinden, benötigt man lediglich ein Kabel und einen Computer mit Google-Chrome- Browser.
Im Kurs werden Vorurteile und Ängste widerlegt
Der Grundlagenkurs «Tesla in der freien Werkstatt » wurde in Zusammenarbeit mit der Autef GmbH bereits zweimal in der Deutschschweiz und einmal in der Westschweiz durchgeführt. Der Kursleiter Markus Roth berichtet von vielen positiven Rückmeldungen: «Die Teilnehmenden hatten viel Spass und konnten durch den hohen Praxisbezug ihr Wissen erweitern und ihre Berührungsängste gegenüber dem «System Tesla» abbauen. Auch mir hat die Durchführung dieses Kurses enorm Spass gemacht. Tesla bietet neben der hochstehenden Technik auch viele Spielereien, die mich den Kurs interessant, abwechslungsreich und auch unterhaltsam gestalten lassen.»
Ergänzend zum Kurs wurde eine WhatsApp- Gruppe erstellt, in der aktuelle Themen rund um Tesla geteilt, Fragen beantwortet und Erfahrungen ausgetauscht werden.
«Wer es gewohnt ist, Diagnosen ausschliesslich nach festen Vorgaben und geführter Fehlersuche durchzuführen, muss bei Tesla umdenken. Bei der Tesla-Diagnose sind kreatives Denken und eine aktive, selbstständige Fehlersuche gefragt. Das kann herausfordernd sein, ist aber gleichzeitig unglaublich spannend», so Roth.
Philipp Näf in der Werkstatt des TechCenters – seit einiger Zeit fährt er selbst einen Tesla und ist begeistert von der Technologie.
Bereit für die Zukunft
Für alle, die offen sind und über den Tellerrand blicken, bietet sich ein komplett neues, lukratives und nicht zuletzt sehr spannendes Geschäftsfeld. Auf den Schweizer Strassen bewegen sich viele Tesla-Fahrzeuge, darunter das meistverkaufte Modell Y. Viele dieser Fahrzeuge mit Jahrgängen, die kurz vor der MFK stehen, und bei denen kritische mechanische Teile ersetzt werden müssen – eine Chance für Werkstätten, ihre Auftragsbücher zu füllen.
Markus Roth und Philipp Näf ergänzen einstimmig: «Und das ist erst der Anfang. Wir planen einen Vertiefungskurs und ergänzen unser Wissen rund um die Welt von Tesla laufend. Es gibt noch viel zu lernen und entdecken. Bald wird es möglich sein, den Gesundheitszustand der Batterie (State of Health, SoH) durch ein denkbar einfaches Verfahren zu ermitteln. Dazu können wir bald mehr erzählen.»
Service und Verschleissteile für Tesla
Mit der zunehmenden Etablierung von Tesla als Marke entwickelt sich auch der Aftermarket weiter. Die hostettler autotechnik ag führt über 150 verschiedene Tesla-spezifische Ersatzteile im Sortiment. Dazu gehören Serviceteile wie Filter, ein umfassendes Sortiment für Fahrwerk und Bremssystem sowie Wasserpumpen, Kühler, Anhängevorrichtungen und vieles mehr.
Klassische Events wie die autotechnik days oder die snow days gehören fest zum Veranstaltungskalender der hostettler autotechnik ag. Doch im Wechselspiel zwischen Information, Unterhaltung und Wissensaustausch entstand ein neues Bedürfnis: Ein Konzept, das flexibel, unabhängig und ganzjährig einsetzbar ist.
Gesucht wurde eine Lösung, um auch in den Jahren ohne Fachveranstaltung das Produktsortiment und die technische Beratung persönlich und erlebbar zu machen. Praxisnah und dort, wo die Kundinnen und Kunden der hostettler autotechnik ag zuhause sind: in der Werkstatt, im Alltag, im direkten Kontakt. Daraus entstand der h-bus – ein mobiler Showroom auf vier Rädern, vollgepackt mit hochwertigem Equipment, Know-how und einer grossen Portion Leidenschaft. Ein Projekt, das nicht nur bewegt, sondern verbindet.
v.l.n.r.: Cédric Hurni (Teamleiter Product Management), Cornelia Stalder (Marketing Managerin) und Patrick Duss (Leiter Verkauf) – stolz auf den finalen h-bus.
Die Idee hinter dem h-bus
«Vor gut einem Jahr entstand die Idee zum h-bus – aus dem Wunsch heraus, auch abseits unserer grossen Events nah an der Kundschaft zu bleiben und unser Sortiment zu präsentieren. Oft kennt die Kundschaft Werkzeuge nur aus Katalogen oder Online-Bildern – ein echtes Erleben bleibt aus. So wollten wir etwas schaffen, das flexibel, nachhaltig und ganzjährig einsetzbar ist. Ein Format, das spontane Begegnungen ermöglicht, ohne grossen logistischen Aufwand.» Cédric Hurni, Teamleiter Product Management und Initiator.
Von der Vision zur Wirklichkeit
Alles begann mit einer Idee und plötzlich stand da wie aus dem Nichts ein Bus beim Logistikzentrum in Buttisholz, der perfekt passte. Von da an nahm die Vision Fahrt auf. Aus einem gebrauchten Transporter wurde in vielen kleinen Schritten ein multifunktionaler Showroom auf Rädern. Ein Fahrzeug, das Wissen, Technik und Austausch vereint.
Der Innenausbau des h-bus – Schritt für Schritt von der Vision zur Wirklichkeit
Mehr als nur ein Bus
Der h-bus ist vieles in einem: mobiler Messestand, Schulungszentrum, Eventfläche, Werkstatt – ein rollender Markenbotschafter. Er ist buchbar wie ein Meetingraum und kann von verschiedenen Teams genutzt werden. Flexibel, modular und immer einsatzbereit. Egal ob für Roadshows, Trainings, Tag der offenen Tür oder spontane Kundenbesuche direkt in der Garage.
Über 260 Artikel, die den Werkstattalltag erleichtern
Der h-bus ist mit über 260 sorgfältig ausgewählten Artikeln ausgestattet – mit dem Ziel, den Werkstattalltag zu erleichtern und Mehrwert zu schaffen. Von praktischen Helfern über Verbrauchsmaterial bis hin zu innovativen Lösungen für alltägliche Herausforderungen ist alles dabei. Bei der Auswahl des Sortiments haben zahlreiche Partner der hostettler autotechnik ag wertvolle Ideen eingebracht und sich engagiert am Projekt beteiligt. Viele der integrierten Artikel wurden von den Partnern zur Verfügung gestellt – vier von ihnen haben das Projekt zudem finanziell unterstützt und sind mit ihrem Firmen- oder Markenlogo auf dem h-bus sichtbar vertreten.
Cédric Hurni und sein Team bei der Innenausstattung
Design trifft Botschaft – visuell stark, emotional nah
Das Design des h-bus verbindet klassische Werkstattästhetik mit einem modernen, reduzierten Comic-Stil. Im Mittelpunkt steht eine Illustration: Ein Mitarbeitender und ein Kunde der hostettler autotechnik ag, reichen sich die Hände. Die Visualisierung spricht für Vertrauen, Partnerschaft und den fachlichen Austausch auf Augenhöhe. Werte, die das Selbstverständnis der hostettler autotechnik ag prägen.
Frische Blautöne im Corporate Design, der Claim «parts. technology. know-how.» sowie gezielte Details wie ein Ölbehälter im Hintergrund verleihen dem Fahrzeug visuelle Klarheit und Tiefe. Die schräge Linienführung und die perspektivische Darstellung der Werkstatt unterstreichen den mobilen Charakter des Fahrzeugs und sorgen für eine hohe Wiedererkennbarkeit bei jedem Einsatz.
Von der Idee über die Visualisierung bis zur Umsetzung: Cornelia Stalder entwickelte in Zusammenarbeit mit der Medienrausch GmbH ein passendes Design.
Der Weg war kein Spaziergang
Der Umbau des h-bus war ein herausfordernder, aber spannender Prozess, in den viele Mitarbeitende der hostettler autotechnik ag involviert waren. Jede Entscheidung wurde intensiv diskutiert, überdacht und oft neu konzipiert. Es war eine Mischung aus Tüfteln, Hinterfragen und Improvisieren. Aus einem gebrauchten Transporter ein modernes, funktionales und gleichzeitig stylisches Demofahrzeug zu machen, war keine leichte Aufgabe. Aber gerade das machte den Prozess so besonders – alle waren mit Herzblut dabei.
Und jetzt?
Der h-bus ist unterwegs – und bringt die Leidenschaft für gutes Werkzeug, echte Begegnungen und lebendige Kundenbeziehungen direkt zu den Menschen. Am 16. Mai 2025 wird der h-bus erstmals in der Filiale Urdorf sein Debüt feiern. Die Mitarbeitenden der hostettler autotechnik ag freuen sich auf spannende Gespräche, die aus dieser mobilen Begegnungsplattform entstehen werden.
Ab sofort unterwegs – der h-bus der hostettler autotechnik ag
DPF-Fehler richtig erkennen: Mehr als nur ein Filterproblem
Hohe Partikelwerte deuten nicht zwangsläufig auf einen defekten Dieselpartikelfilter hin. Eine sorgfältige und systematische Diagnose ist unerlässlich – andernfalls wird der neu eingebaute Filter schnell wieder zum Problem. Um Werkstätten bei der Fehlersuche gezielt zu unterstützen, hat die hostettler autotechnik ag in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten eine praxisorientierte Checkliste zur DPF-Diagnose entwickelt. Sie hilft dabei, alle relevanten Komponenten im Umfeld des Filters zuverlässig zu überprüfen.
Seit der Einführung der Partikelmessung im Rahmen der Abgasuntersuchung zeigt sich in der Werkstattpraxis: Ein hoher Messwert ist nur selten allein auf einen defekten Dieselpartikelfilter zurückzuführen. Häufig liegt die Ursache tiefer – etwa im Verbrennungsprozess oder in der Motorperipherie. Eine strukturierte Diagnose, gestützt auf Echtzeitdaten und eine systematische Checkliste, ist daher unerlässlich. Denn nur wer die wahren Ursachen erkennt, verhindert kostspielige Fehler und sorgt für nachhaltige Reparaturergebnisse.
Praxistipps für die Diagnose
Das Partikelmessgerät zeigt zu hohe Werte an – also Filter tauschen und alles wird gut? Die Praxis der letzten Monate seit der Einführung der Partikelmessung hat gezeigt, dass es nicht so einfach ist. Natürlich kann ein Partikelfilter durch hohe Temperaturen oder gefrierendes Kondenswasser zerstört werden. Auch eine falsche Zwangsregeneration oder nicht korrekt angewendete Filterreinigungssysteme können die Funktion des Filters beinträchtigen. Genauso gut kann das Problem im Verbrennungsprozess liegen.
Eine Faustregel kann helfen, die Fehlersuche am richtigen Ort zu starten: Misst man bereits bei der Leerlaufmessung mehrere Millionen Partikel pro cm³, so weist das darauf hin, dass es tatsächlich am Filter liegen muss. Abweichungen unter einer Million sind eher dem Verbrennungsprozess zuzuordnen. In diesem Fall wird eine vorgängig korrekt durchgeführte Wartung unumgänglich. Hilfreich sind die Echtzeitdaten betreffend EGR-System, Luftmassen- oder Düsenkorrekturwerte. Diese können mit dem Diagnosegerät ausgelesen und beurteilt werden. Anschliessend drängt sich auch eine Ansaugrohr-, Düsen- und Motor-Innenreinigung auf. Dies darf man nicht ausser Acht lassen, denn heutige Motorenkonzepte sind sehr komplex. Als Abschluss folgt eine mithilfe des Diagnosegerätes erzwungene Filterregeneration. Auch wenn jetzt noch immer kein guter Messwert herauskommt, liegt die Ursache nicht zwingend beim Dieselpartikelfilter. Erst wenn die Werte nach einer ausgiebigen Probefahrt im Anschluss an die Reinigung noch immer nicht in Ordnung sind, wird der Tausch des Dieselpartikelfilters unumgänglich.
Checkliste hilft bei der DPF-Diagnose
Mit einer speziell für die Werkstatt entwickelten Checkliste unterstützen die hostettler autotechnik ag Werkstätten dabei, die Ursache für zu hohe Partikelemissionen richtig zu diagnostizieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Problem in vielen Fällen nicht im Filter selbst, sondern in der Peripherie liegt. Wird dann nur der Filter gewechselt, ohne die ursprüngliche Ursache des Problems zu beheben, kann der neue Filter schon nach kurzer Zeit wieder defekt sein, sich zusetzen oder gar nie funktionieren.